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"BioOffice Best Practice" - Beispiele für erfolgreiche Arbeit mit BioOffice

Zahlreiche Museen, Universitäten, Behörden, Nationalparks, technische Büros, ebenso wie Non-Profit Organisationen aus dem Umwelt- und Artenschutzbereich nutzen BioOffice für die Darstellung und Auswertung biologischer Sammlungs- und Verbreitungsdaten.

Unsere Anwender-Gemeinde wächst stetig an. Auf den folgenden Seiten (siehe linke Randspalte unter "BioOffice Referenzen") stellen wir Ihnen Beispiele für den erfolgreichen Einsatz von BioOffice vor.

Biologische Verbreitungsdaten schaffen das unverzichtbare Grundlagenwissen für aktiven Naturschutz.

Sie geben Aufschluss über den Wert bestimmter Naturräume, liefern Erkenntnisse über das Vorkommen bestimmter Arten in den jeweiligen Gebieten und lassen Rückschlüsse auf Gefährdungsgrade zu.

Zahlreiche Forscher an Universitäten, naturkundlichen Museen und engagierte „Amateure“ erheben derartige Daten und verfügen damit über einen reichen Wissensschatz. Der Wert dieser Daten lässt sich insbesondere im Hinblick auf internationale Bestrebungen ermessen, welche bestehende Sammlungen erfassen und zusammenführen sollen, um so länderübergreifende Maßnahmen in der Umweltpolitik zu ermöglichen.

Dabei wird eine Problematik häufig übersehen: Die Zahl der erhobenen Daten ist unüberschaubar, in einer Vielzahl unterschiedlicher Publikationen oder einzelnen Sammlungen sorgsam gehütet, aber nur zu einem sehr geringen Teil verfügbar.

Wenn biologische Verbreitungsdaten das leisten sollen, wozu sie aufgrund ihrer Aussagekraft geeignet sind, müssen sie standardisiert und vor allem verfügbar gemacht werden.

Ein wesentlicher Schritt in diese Richtung ist ihre Digitalisierung. Dazu Gerhard Tarmann vom Tiroler Landesmuseen, Ferdinandeum, federführend in der digitalen Erfassung von Verbreitungsdaten: „Internationale Bestrebungen stellen meistens die Vernetzung in den Mittelpunkt. Zentral ist aber die Frage, wer überhaupt über digitale Daten verfügt. Und das sind zum jetzigen Zeitpunkt nur wenige.“ Tarmann bringt es auf den Punkt: Der Stellenwert der einzelnen Sammler wird in derartigen Initiativen häufig übersehen, und damit fehlt ihnen letztendlich auch die Substanz.

Tagungen zum Thema „Biodiversitätsdatenbanken“ rücken die Bedeutung dieser Basisarbeit in den Mittelpunkt des Interesses. So gibt Luise Schratt-Ehrendorfer, Botanikerin an der Universität Wien, zu bedenken, dass „die Schwerpunktsetzungen und Entwicklungen an den Universitäten die Ausbildung von wissenschaftlichem Nachwuchs in diesem Bereich vernachlässigt. Wer“, so fragt sie „soll in absehbarer Zeit überhaupt noch Arten bestimmen können?“

Vielen privaten Sammler wird im Zuge solcher Veranstaltungen erst der Wert ihrer Arbeit bewusst. Sind sie doch diejenigen, die mit differenzierter Artenkenntnis und größter Sorgfalt einen wesentlichen Beitrag zum vorhandenen Datenbestand leisten. Ihre Arbeit machen sie unentgeltlich. Die Bereitschaft, einheitliche Standards in der Datenerhebung zu berücksichtigen und möglicherweise auch Hard- und Software für die Digitalisierung anzuschaffen, wird davon abhängen, ob man ihre Arbeit schätzt und ideell sowie finanziell zu unterstützen bereit ist.“

Das Haus der Natur, das im Auftrag des Landes Salzburg für das Bundesland ein Biodiversitätsarchiv aufbaut, stand somit vor einer großen Herausforderung. Um optimale Voraussetzungen zu schaffen, kooperiert das Salzburger Museum mit BIOGIS Consulting, dem "Erfinder" von BioOffice. Ihre Erfahrung im Aufbau von biologischen Datenbanken und der BioOffice Software setzen den Standard für die Erfassung, Verwaltung und Nutzung von Verbreitungsdaten. Die Verbindung von Datenbank und Geographischem Informationssystem bietet maximalen Komfort in der Dateneingabe und in der differenzierten Auswertung.

Der Stellenwert von Biodiversität ist den Verantwortlichen mittlerweile schmerzlich bewusst. Die zahlreichen Berichte über Artensterben sind unüberhörbare Alarmsignale (s. dazu auch "BioOffice im Kontext").

Um fundierte, übergreifende Analysen und Aussagen an die Stelle von Spekulationen und Einzelergebnissen zu stellen, bedarf es neuester Technologien. In den Biowissenschaften wurde bis heute dermaßen viel Information gesammelt (nicht nur über die Verbreitung von Organismen auch z.B. molekularbiologische Daten), dass auch international der große Aufholbedarf im Bereich der Nutzung von IT-Technologien gerade in den Biowissenschaften heftig diskutiert wird.

Die neue Herausforderung besteht in der Verfügbarmachung dieser Information. Hier darf der Aufwand nicht gescheut werden, der in der Digitalisierung von Verbreitungsdaten liegt, denn nur digitale Daten sind allgemein nutzbar.

Die Größe der Aufgabe erfordert eine langfristige Orientierung. Ein derartiges Projekt wird nur über Jahre hinweg und unter Mitarbeit vieler Institutionen und Personen erfolgreich sein. Auch wenn der Aufwand groß ist, war es höchste Zeit, die umfangreichen Informationen über den Artenreichtum Salzburgs und Österreichs verfügbar zu machen.

Regionale, nationale und internationale Initiativen müssen demnach primär an der Basis ansetzen: bei der Erfassung und Digitalisierung. Dabei ist die Arbeit der einzelnen Sammler von zentraler Bedeutung, es bedarf der entsprechenden Dotierung der einschlägigen Institute an den Universitäten, und naturkundlichen Museen. Ohne ausreichende infrastrukturelle und personelle Ressourcen können auch keine konkreten Ergebnisse erwartet werden. In den Tiroler Landesmuseen haben mehrere Mitarbeiter seit 1986 an der Eingabe von 1 Millionen Daten gearbeitet, schildert Gerhard Tarmann die Arbeiten zur digitalen Erfassung der Sammlungen in den Tiroler Landesmuseen.