BioOffice > BioOffice 2 - Referenzen > Mapping Iranian Zygaenidae

Mapping Iranian Zygaenidae

Dr. Gerhard Tarmann im Iran
Dr. Gerhard Tarmann im Iran
Als zentrale Datendrehscheibe dient BioOffice in einem Kooperationsprojekt zur Erforschung der Schmetterlingsfauna des Iran.

Bislang waren kaum Informationen über Vorkommen einzelner Schmetterlingsarten im Iran verfügbar. Die wenigen vorhandenen Belege befinden sich in europäischen Sammlungen und Datenbeständen. Im Iran selbst ist das Wissen um diese Tiergruppe noch sehr lückenhaft, eine eigene Naturschutz-Infrastruktur gerade erst im Entstehen. Da Schmetterlinge sich gut für Bewertungsaufgaben im Natur- und Umweltschutz eignen, ist das ein großes Problem für Naturschutzorganisationen im Iran. Viele Arten haben auch ein bedeutendes Potenzial als Schädlinge in der Land- und Forstwirtschaft. Das Wissen um Vorkommen einzelner Arten ist daher auch von enormer wirtschaftlicher Bedeutung.

Das Staatliche Museum für Naturkunde in Karlsruhe pflegt seit Jahren eine intensive Zusammenarbeit mit Fachkollegen in Teheran. Aus dieser Kooperation resultierte die Idee, das über ganz Europa verstreute Wissen rund um die Schmetterlingsfauna des Iran zu konsolidieren und verfügbar zu machen. Mit dem Karlsruher Naturkundemuseum kooperieren das Biocontrol Research Department (PPDRI) in Teheran, die Zoologische Staatssammlung in München und die Tiroler Landesmuseen, Ferdinandeum in Innsbruck.

Dazu kommt noch eine große Zahl ehrenamtlicher Hobby-Entomologen, die man als „professionelle Amateure“ charakterisieren kann. Einer der Schlüssel für den Erfolg des Projekts, dessen Umsetzung 2003 begann, ist daher die reibungslose Zusammenarbeit zwischen einer Vielzahl an Bearbeitern – über die Grenzen einzelner Organisationen hinweg.

Der langjährige erfolgreiche Einsatz von BioOffice in den Tiroler Landesmuseen, Ferdinandeum (TLMF) hat dazu geführt, dass dessen engagierter Leiter der Naturwissenschaftlichen Abteilung Prof. Dr. Gerhard Tarmann BioOffice auch für dieses Kooperationsprojekt als die optimale Softwarelösung vorgeschlagen hat. „BioOffice ist für uns ein optimales Werkzeug um die Daten zu erfassen und auszuwerten. Die einfache und rasche Visualisierung auf der Karte ist unverzichtbarer Teil unserer täglichen Arbeit geworden“, so Tarmann.

Seit Mitte 2004 wird mit zehn deutsch- und englischsprachigen BioOffice-Datenbanken an der Umsetzung des Projektes gearbeitet. Die Daten werden von Experten in Deutschland, Italien, Frankreich, Österreich und von iranischen Experten eingespeist. Die einfache Integration unterschiedlichster räumlicher Bezugssysteme in das GIS-Modul von BioOffice sorgt dafür, dass Daten aus verschiedenen Quellen problemlos gemeinsam ausgewertet und präsentiert werden können.

 


Zygaenoprocris duskei duskei besiedelt steile Felsenhänge und ausgetrocknete iranische Flussbette


 

 

>> www.smnk.de

>> www.tiroler-landesmuseen.at